Kevelear


Nordstrand und Kevelaer














Zwischen der Insel Nordstrand und dem Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein besteh eine alte. Historische Beziehung. Dieselben belgischen Oratorianerpriester, die Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges die Seelsorge an den Pilgern in dem neu entstandenen Wallfahrtsort Kevelaer übernahmen, kamen auch mit den Deichbauern 1654 nach Nordstrand. Sie gründeten das Oratorium am Herrendeich (heute Gehöft Frank) und erbauten die Theresienkirche am Osterdeich. Viele Gelder aus Kevelaer flossen in den Deichbau auf Nordstrand. Wenigstens acht Priester auf Nordstrand waren auch Pfarrer in Kevelaer. In der französischen Revolution flüchteten Priester aus Belgien und aus dem Rheinland, so auch aus Kevelaer, nach Nordstrand. 1795 befanden sich dreizehn  dieser Priester im Oratorium auf Nordstrand. Sie hatten ihre wichtigsten Dokumente und Bücher mitgebracht.

Aus Kevelaer wird berichtet, dass „zwölf Karren voll“ mit goldenem und silbernen Altargerät und auch manche Kleinodien nach Nordstrand in Sicherheit gebracht worden sind. Ein Brand des Oratoriums im Jahre 1806 hat leide alle diese kostbaren Dinge vernichtet.

Seit dem Jahre 1978 wallfahren die Nordstrander alle zwei Jahre nach Kevelaer. Sie gedenken der Dankbarkeit ihrer früheren Priester und bitten die Gottesmutter in den Anliegen ihrer Familien und in den Sorgen des Erzbistums um Fürsprache.

Inzwischen schließen sich immer wieder Pilger aus Schleswig-Holstein und Hamburg den Nordstrandern an.